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Montag, 2. Januar 2017

25 Jahre NITTEL Halle GmbH

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Als im August 1991 mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages die Germaplast GmbH auf die Firma NITTEL Halle überging, konnte man nicht ahnen, dass damit der Grundstein für eine deutsche Erfolgsgeschichte gelegt wurde.

Nach 2 sehr schwierigen Jahren hatte die VEB Germaplast sich auf einen Stamm von Mitarbeitern zusammengeschrumpft, den wir mit dem neu gegründeten Unternehmen in unserem Firmenverbund zu großen Teilen übernehmen konnten. In den vor dem Kauf geführten Gesprächen mit den Mitarbeitern konnten wir uns von deren guten Ausbildungsstand und der hervorragenden Motivation überzeugen, was letztendlich, neben der guten geographischen Lage, den Ausschlag für den Kauf gegeben hat.

42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekamen am im August 1991 einen neuen Arbeitgeber und eine sichere Zukunft. Obwohl die bestehende Produktion nicht fortgeführt werden konnte, wurde die Produktion mit verlagerten Maschinen bereits im September 1991 aufgenommen, der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr betrug 850.000 DM.

Die ersten Investitionen flossen neben den Maschinen und maschinellen Anlagen hauptsächlich in die Erneuerung der Heizung, die bis dahin über ein Heizhaus, welches mit Braunkohle befeuert wurde, erfolgte und neue sanitäre Einrichtungen.

Mit dieser alten aber durchaus brauchbaren Bausubstanz konnten wir 9 Jahre lang sehr gut leben, sie diente als Basis für die weitere Unternehmensentwicklung.
Als erstes Unternehmen in Europa haben wir 1991 damit angefangen, nahtlose Auskleidungen für Transport- und Lagerbehälter im Thermoformverfahren herzustellen, ein völlig neuer Produktbereich, der bis 2010 auf über 2.600.000 EURO Umsatz ausgebaut werden konnte.

Im Jahre 2000 platzten wir geradezu aus allen Nähten. Deshalb war es für uns günstig, die benachbarten Flächen einer ehemaligen Produktionsstätte erwerben zu könne, um unser erstes Bauvorhaben angehen zu können. Eine moderne Produktions- und Lagerhalle wurde errichtet, in die wir die gesamte Thermoformproduktion unterbringen konnten.

Gleichzeitg wurde mit der Investition in einen Plattenextruder die Herstellung von Halbzeugen aufgenommen, um flexibler und kostengünstiger produzieren zu können.
2007 wurde dann die komplette Produktion, von der bis dato noch ein Teil in Raunheim erfolgte, nach Halle verlegt und der umfassende Um- und Ausbau auf den Weg gebracht. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 106 Beschäftigte an.

Im Jahre 2007 haben wir mit einer Investition von mehr als 2,5 Millionen EURO die Produktion und die Verwaltung sowie das Fertigwarenlager auf einen modernen Stand gebracht, von dem wir in der Zukunft stark profitieren werden.

Die Konzentration auf den Standort Deutschland war eine strategische Entscheidung, mit der wir uns in den vergangenen Jahren bewusst dem Trend der Produktionsverlagerung nach Osteuropa und Asien widersetzt haben.

Waren die ersten 10 Jahre durch ein kontinuierliches Wachstum geprägt, kamen in den zweiten 10 Jahren externe Einflüsse zum Tragen, die die langfristig positive Entwicklung zwar nicht in Frage stellte, aber kurzfristige Schocks insbesondere bei unseren Kunden hervorrief, die mit Umsatzeinbußen einhergingen. In den letzten 10 Jahren geschah dies alleine 2 Mal, 2001 und 2008/2009. Auch heute sehen wir mit einer gehörigen Skepsis auf die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung. Wir lernen daraus, dass wir flexibler werden müssen und die Zyklen kurzfristiger werden.

In diesem schwierigen Umfeld, erscheint es uns wichtiger denn je, unsere Ziele im Auge zu behalten und kontinuierlich den Weg für ihre Umsetzung und Einhaltung zu bereiten. Wir als Mittelstand definieren uns aus Tradition nicht über kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern stehen in der Verantwortung unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitern gegenüber für ein langfristig gesundes Wachstum und der Sicherung der Beschäftigung. Seit 20 Jahren profitieren wir schon von dem Engagement, den Erfahrungen und der Loyalität unserer Mitarbeiter in Halle. Wir sind heute der einzige Hersteller von Kunststoffauskleidungen, der seine Produkte zu über 100% in Deutschland fertigt. Und das soll auch so bleiben. Wir bilden zurzeit 6 Auszubildende in den unterschiedlichsten Berufsfeldern aus und geben insgesamt über 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort einen interessanten Arbeitsplatz.

Unsere Aufgabe ist es nun, den Standort langfristig zu sichern und dennoch im harten Preiskampf konkurrenzfähig zu bleiben. Dies kann nur durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in neue Produkte und Verfahren erfolgen, mit denen wir die Lohnstückkosten kontinuierlich senken.

Die Automatisierung der Fertigung hat 2005 mit der Inbetriebnahme einer Maschine für Biertank-Innenhüllen begonnen und wurde 2009 mit der Installation einer automatischen Rundbodensackmaschine fortgeführt. Gegenwärtig arbeiten wir an einer neuen Verfahrenstechnik, die die Herstellung von Spezialauskleidungen revolutionieren wird.

Mit den gezeigten Leistungen und dem Bekenntnis zum Standort und den Mitarbeitern sind wir heute der führende Hersteller von Spezialauskleidungen aus Kunststofffolie und ein verlässlicher Partner für unsere Kunden und Lieferanten. Wir werden nicht nachlassen, diese Position zu sichern und auszubauen.